Neben der Pflege, Beratung und Betreuung benötigt eine große Anzahl von Menschen in ihrem häuslichen Umfeld weitere vielseitige Hilfen, um den Alltag in gewohnter Weise zu ihrer persönlichen Zufriedenheit zu gestalten. Dazu zählen folgende Angebote:

Hilfen bei der Haushaltsführung
„Ambulant vor stationär“ lautet der Grundsatz, der vom Krankenversicherungs-, Pflegeversicherungs- und Sozialhilferecht unterstützt wird. In diesem Zusammenhang werden unter bestimmten Voraussetzungen auch Hilfen bei der Haushaltsführung bewilligt und finanziert. Diese ermöglichen es, trotz Pflegebedarf oder Krankheit zu Hause in der gewohnten Umgebung bleiben zu können.

Zu den Hilfen bei der Haushaltsführung nach SGB V, SGB XI und SGB XII zählen unter anderem:
  • Einkaufen
  • Zubereiten von Mahlzeiten und ggfs. Kochen
  • Aufräumen und Reinigen der Wohnung
  • Geschirr spülen
  • Bettwäsche wechseln
  • Wäschepflege
  • Müllentsorgung
  • ggfs. Heizen (Beschaffung und Entsorgung des Heizmaterials)

Haushaltsnahe und organisatorische Serviceleistungen
Aus langjähriger Erfahrung wissen wir von unseren Patienten und ihren Angehörigen, dass bereits vor Eintritt einer Pflegebedürftigkeit häufig Hilfe benötigt wird. Insbesondere die alltäglich anfallenden Tätigkeiten rund um den Haushalt fallen hier oftmals schwer. Auch die organisatorischen oder verwaltenden Tätigkeiten, die rund um die Pflege notwendig werden, stellen häufig eine Überforderung dar. Kinder und Verwandte wohnen oft nicht im Haus bzw. nicht in der Nähe. Oft kommen sie auch aufgrund eigener beruflicher oder familiärer Verpflichtungen nicht als Hilfepersonen in Frage.

Wir können zahlreiche haushaltsnahe und organisatorische Serviceleistungen anbieten. Die Angebote orientieren sich am konkreten Bedarf von Patienten und Angehörigen.

Das können zeitlich begrenzte, alltägliche Bedarfe sein, die sehr regelmäßig anfallen oder auch zeitlich umfassende Bedarfe, die nur manchmal anfallen. Angehörige oder andere Pflegepersonen, die möglicherweise an der Versorgung bereits beteiligt sind, haben vielleicht nicht soviel Zeit, um sich – z. B. neben der Körperpflege – auch noch um die „Wohnungspflege“ zu kümmern. Da die Bedarfe in der Praxis sehr unterschiedlich sind, haben wir unsere vielfältigen Leistungen in die folgenden drei Bereiche unterteilt:

1. Haushaltsnahe Serviceleistungen, die im Rahmen eines bereits bestehenden Pflegeeinsatzes bei Pflegesachleistungspatienten erbracht werden und regelmäßig anfallen wie z. B. Briefkastenservice (Post holen oder/und Hilfe bei der Durchsicht), Zimmerpflanzen gießen oder auch Haustiere versorgen, um nur einige Beispiele zu nennen.

2. Haushaltsnahe Serviceleistungen, die nach Vereinbarung in einem zusätzlichen Einsatz erbracht werden wie z. B. Übernahme eines ausgedehnten Wohnungsputzes, handwerkliche Hilfen, die keinen Fachdienst erfordern wie z. B. Glühlampen wechseln, Möbel umstellen oder den Keller entrümpeln. Das sind nur einige Beispiele, die diesem Bereich zugeordnet sind.

3. Organisatorische Serviceleistungen, die zur Entlastung der Pflegebedürftigen und Angehörigen von der Einsatzstelle aus erbracht werden wie z. B. die Sicherstellung der Prozesse, dass die richtigen Medikamente zum richtigen Zeitpunkt vor Ort sind und die ärztlichen Verordnungen rechtzeitig bestellt und bewilligt werden.

Entlastungsbetrag nach § 45 b SGB XI
Allen Pflegebedürftigen (auch schon ab Pflegegrad 1) steht ein monatliches Budget von 125 € zur Verfügung. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung z. B. von pflegenden Angehörigen oder auch zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung des Alltags.

Wir können folgende Entlastungsleistungen anbieten, die im Rahmen des Entlastungsbetrages erbracht werden:
  • Pflegerische Betreuungsmaßnahmen: Diese Leistungen finden Sie in unserem Leistungssegment BETREUEN
  • Haushaltsnahe Serviceleistungen (s.o.)
  • Organisatorische Serviceleistungen (s.o.)

Diese Leistungen können im Rahmen des Budgets erbracht werden. Abgerechnet wird direkt mit der Pflegekasse bis zur Betragsgrenze. Werden die Leistungen in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag noch bis um 30. Juni des Folgejahres abgerufen werden. Danach verfällt der Anspruch für das vergangene Jahr.

Die Auszahlung von Pflegegeld wird durch Inanspruchnahme dieser Leistungen nicht gekürzt.

Darüber hinaus können diese Leistungen jederzeit privat beauftragt werden. Die Abrechnung läuft je nach Tätigkeit über Pauschalen oder nach Zeit.

Bei Interesse und auf Anfrage schicken wir Ihnen gerne das zugehörige Preis- und Leistungsverzeichnis zu. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Wir beraten Sie gerne telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch.

Mit unseren Leistungsangeboten wollen wir allen Menschen den Alltag und das Leben erleichtern.