Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Der Gesetzgeber hat mit dem Pflegestärkungsgesetz 1 die zusätzlichen Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen ausgeweitet. Wir haben vor kurzem in dieser Rubrik bereits darüber berichtet.

Wir begrüßen die Entscheidung des Gesetzgebers, den Leistungsbereich auf die sogenannten Entlastungsleistungen auszuweiten, denn MEDIAVITA ist seit langem davon überzeugt, dass der Hilfebedarf zu Hause komplexer ist und sich nicht nur auf die Pflege beschränkt.

Wir werben seit einigen Jahren mit den vier Verben BERATEN, PFLEGEN, BETREUEN und HELFEN und haben unsere Leistungen danach aufgefächert. Dazu gehören seit einigen Jahren auch Hilfeleistungen im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen. Wir haben erkannt, dass genau hier der Hilfebedarf in der Praxis meistens beginnt. Wir freuen uns, dass der Gesetzgeber dies offensichtlich genauso sieht und mit der Leistungserweiterung die Möglichkeit schafft, in diesem Bereich Leistungen auch über die Pflegekasse zu finanzieren. Das Ziel dahinter ist, die ambulante Pflege weiter zu stärken.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz 1 erhalten alle Pflegebedürftigen ein Budget von mindestens 104 € im Monat, um zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen einzukaufen. Während die Menschen mit kognitiven Einschränkungen gut beraten sind, ihr Budget (104 €/208 €) wie bisher für zusätzliche Betreuungsleistungen zu verwenden, werden die Pflegebedürftigen, die körperlich eingeschränkt sind, eher die Leistungen für die zusätzlichen Entlastungsleistungen nutzen. Insbesondere die Tätigkeiten rund um den Haushalt fallen hier oftmals schwer. Auch die organisatorischen oder verwaltenden Tätigkeiten, die rund um die Pflege notwendig werden, stellen häufig eine Überforderung dar. Das können zeitlich begrenzte, alltägliche Bedarfe sein, die sehr regelmäßig anfallen oder auch zeitlich umfassende Bedarfe, die nur manchmal anfallen. Angehörige oder andere Pflegepersonen, die möglicherweise an der Versorgung bereits beteiligt sind, haben vielleicht nicht soviel Zeit, um sich – z. B. neben der Körperpflege – auch noch um die „Wohnungspflege“ zu kümmern. Da die Bedarfe in der Praxis sehr unterschiedlich sind, haben wir unsere vielfältigen Leistungen in die folgenden drei Bereiche unterteilt:

1. Entlastungsleistungen, die im Rahmen eines bereits bestehenden Pflegeeinsatzes bei Pflegesachleistungspatienten erbracht werden und regelmäßig anfallen wie z. B. Briefkastenservice (Post holen oder/und Hilfe bei der Durchsicht), Zimmerpflanzen gießen oder auch Haustiere versorgen, um nur einige Beispiele zu nennen.

2. Entlastungsleistungen, die nach Vereinbarung in einem zusätzlichen Einsatz erbracht werden wie z. B. Übernahme eines ausgedehnten Wohnungsputzes, handwerkliche Hilfen, die keinen Fachdienst erfordern wie z. B. Glühlampen wechseln, Möbel umstellen oder den Keller entrümpeln. Das sind nur einige Beispiele, die diesem Bereich zugeordnet sind.

3. Serviceleistungen, die zur Entlastung der Pflegebedürftigen und Angehörigen von der Einsatzstelle aus erbracht werden wie z. B. die Sicherstellung der Prozesse, dass die richtigen Medikamente zum richtigen Zeitpunkt vor Ort sind und die ärztlichen Verordnungen rechtzeitig bestellt und bewilligt werden.

Bei Interesse und auf Anfrage schicken wir Ihnen gerne unser neues Konzept für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen gemäß § 45b SGB XI komplett zu, dass auch den Verbänden der Pflegekassen bereits vorliegt. Dieses Angebot trifft gleichermaßen auf das zugehörige Preis- und Leistungsverzeichnis zu. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Wir beschäftigen für SGB XI-Leistungen ausschließlich qualifizierte Pflegekräfte (Basisqualifikation) und im Einzelfall Pflegefachkräfte. Die Mitarbeiter, die ausschließlich Betreuungsleistungen nach § 45b erbringen sind Betreuungsassistenten nach § 87b SGB XI. Für Entlastungsleistungen im hauswirtschaftlichen Bereich beschäftigen wir Mitarbeiter, die in diesem Bereich besonders erfahren sind. Alle Mitarbeiter sind in die jährliche Fort- und Weiterbildungsplanung integriert.

Als demenzfreundliche Einrichtung, die in vielen Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz pflegt und betreut, gibt es jährlich für die Mitarbeiter viele Fortbildungsanbote zu den Themenbereichen der Demenz. Alle Mitarbeiter sind außerdem in die Kommunikationsstrukturen wie z. B. Dienstbesprechungen, Teamsitzungen und Dienstübergaben eingebunden.

Als Pflegedienst mit über mehr als 20-jähriger Erfahrung in der Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Menschen mit körperlichen und/oder kognitiven Einschränkungen können wir Ihnen eine Qualitätszusage machen.

Es steht ein umfassendes internes Qualitätsmanagementsystem zur Verfügung. MEDIAVITA unterzieht sich darüber hinaus jährlichen Prüfungen durch unabhängige externe Gutachter gemäß dem Zertifizierungsverfahren DIN EN ISO 9001:2008. Außerdem hat sich MEDIAVITA freiwillig zur Einhaltung von besonderen Qualitätskriterien des Vereins für Selbstbestimmtes Wohnen im Alter (SWA) verpflichtet.

In den einzelnen Standorten stehen unsere Pflegedienstleitungen, Einsatzleitungen und Diplom-Sozialarbeiterinnen für Gespräche zur Verfügung. Wir beraten Sie gerne – auch zu Hause – über die neuen zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen.